Der diesjährige Spätsommer lässt die Herzen aller Photovoltaikbesitzer höher schlagen. Sonne satt und dazu noch angenehme Temperaturen, die der ein oder andere im Juli dieses Jahres schmerzlich vermisste. Nachdem die ersten Wochen nach dem meteorologischen Herbstanfang am 1. September bereits mit heißen Temperaturen für Sommerstimmung sorgten, beschert die Sonne allen Solarfreunden auch diese Woche noch ratternde Zähler.

Vielleicht verlässt uns das schöne Wetter am 22. September zum kalendarischen (astronomischen) Herbstanfang und schmälert auch die Erträge der PV-Anlagen. Doch, bringt der kalendarische Herbstanfang uns nun eher den Herbst als der meteorologische, welcher bereits mit Beginn des Monats sein Debüt gab?

Die Antwort ist nein. Beide Daten sind kein Indikator für einen Wetterumschwung, sondern beschreiben nur die grobe Einteilung in Jahreszeiten auf unterschiedlicher Basis. Während das meteorologische Datum ein Jahr zu statistischen Zwecken in jeweils vier gleichlange Abschnitte teilt, befasst sich der astronomische Herbstanfang mit der Tag-Nacht-Gleiche. Jeweils im Frühling und Herbst sind sowohl Tag als auch Nacht gleichlang. An den für jedes Jahr bestimmten Tagen überschreitet die Sonne den Himmelsäquator und danach werden die Tage auf einer Erdhälfte wieder länger, während sie sich auf der anderen verkürzen.

Sowohl der kalendarische als auch der meteorologische Herbstanfang bedeutet für alle PV-Besitzer also nicht gleich das Ende der lukrativen Sonnenstunden, auch wenn die Tage langsam kürzer werden. Falls Sie sich allerdings fragen, ob die Zeitumstellung auch etwas damit zu tun hat… Das ist wieder ein ganz anderes Thema, darüber sprechen wir dann kurz vor Halloween noch einmal!