Die Installation einer Photovoltaikanlage ist für viele ein wichtiger Schritt um persönlich zum Klimaschutz und zur Energiewende beizutragen. Gefördert durch das Erneuerbare Energien Gesetz, erhalten viele Besitzer einen Festpreis für ihren ins Netz eingespeiste Strom. Zum einen gibt es die sogenannten Volleinspeiser, die 100% ihrer erzeugten Energie direkt in das Netz einspeisen. Andere nutzen ihre Energie selbst und verkaufen nur überschüssigen Strom an das öffentliche Netz. Beide Typen verbindet dasselbe Problem: Ein fehlender Überblick über ihre Stromflüsse und den Verlust durch die Wirkleistungsbegrenzung seit dem EEG von 2012.

Was ist das Problem?

Die Übersicht. Als Produzent von Solarenergie stelle ich mir oft die Frage, inwieweit ich mehr aus meinem erzeugten Strom rausholen kann. Schließlich möchte ich mit der Investition in eine Photovoltaikanlage am Strombezug sparen und so meine Kosten möglichst weit reduzieren. Zwar kann ich nackte Zahlen selber ablesen und miteinander vergleichen, allerdings kann ich daraus nicht unbedingt schließen, ob sich die Anschaffung eines Heizstabes oder einer Batterie lohnen würde. Denn woher soll ich wissen, ob ich nicht einfach nur eine intelligente Steuerung im Haus bräuchte, die meine Geräte zur stärksten Produktionszeit einschaltet.

Jeder Haushalt hat einen individuellen Stromverbrauch und eine andere Leistungskapazität der Anlage. Dadurch lässt sich keine Pauschallösung für alle Photovoltaik-Besitzer finden. Hinzukommt, dass die Wirkleistungsbegrenzung (70%-Regelung) für viele nicht eindeutig identifiziert und ermittelt werden kann. Woher weiß meine Anlage, dass sie eine höhere Leistung erzeugen könnte, wenn der Wechselrichter nicht die nach dem Gesetzt entscheidende Einspeiseleistung an das Netz erkennt?

Die Optimierung der Eigenstromnutzung

Sollten Sie bereits ihren selbstproduzierten Strom nutzen, bietet sich Ihnen die Möglichkeit mehr aus Ihrer Produktionsmenge herauszuholen. Denn sobald Sie mehr Strom verbrauchen als Sie produzieren, müssten Sie Strom von Ihrem Stromanbieter beziehen. Dies wird noch potenziert, wenn Sie die produzierte Energie im üblichen Sinne ohne einen Energiemanager nutzen: Ihre erzeugte Strommenge wird nur bis zur 70%-Grenze produziert. Sollte Ihre Anlage diese Leistung überschreiten, tritt die sogenannte Wirkleistungsbegrenzung in Kraft, um eine Netzüberlastung zu vermeiden. Beide Fälle sind ärgerlich für Sie, denn Sie kosten mehr Geld.

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Mit der Hilfe eines Energiemanagements könnten Sie Ihre Photovoltaikanlage und Ihren Stromverbrauch miteinander verbinden. Zunächst einmal erhalten Sie mit einem Energiemanager einen visuellen Überblick über die Stromflüsse in Ihrem Haus. Dieser hilft Ihnen darüber hinaus Stromfresser zu den leistungsstärksten Zeiten anzuschalten, um den Eigenverbrauch zu erhöhen. Somit sorgt ein Energiemanager flexibel und individuell dafür, dass die gesetzlichen Bestimmungen der Einspeisebgrenzung eingehalten werden und dennoch gemäß Ihrem Eigenverbrauch die Produktionskapazizät ihrer PV Anlage erhöht wird, wodurch weniger Solarstrom verloren geht.

Schlechte Nachricht für Volleinspeiser

Obwohl beide Typen von Photovoltaikbesitzern das gleiche Problem haben, können Sie nicht dieselbe Lösung nutzen. Als Volleinspeiser ist kein Eigenverbauch vorgesehen und folglich kann hier nicht eingegriffen werden. Dennoch sollten Sie sich als Volleinspeiser im Hinterkopf behalten, dass es solche Lösungen gibt, damit auch Sie nach Ablauf der Fixvergütung Ihren Eigenstrom optimieren können.

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