Solaranlagenbetreiber kennen das. Solange die PV-Anlage neu ist, zieht es einen regelmäßig zum Wechselrichter und Stromzähler: Daten ablesen, notieren und über die Erträge freuen. Nach einigen Monaten flaut die Euphorie dann merklich ab, bis man irgendwann nur noch bei der jährlichen Einspeiseabrechnung auf die genauen Zahlen blickt. Dabei geht einiges an Vorteilen einer PV-Anlage verloren. Nicht nur die Transparenz und Sicherheit einer ständigen Überwachung der Solarproduktion, sondern auch der Bezug zum persönlichen Beitrag zur Energiewende. Was ist die ganze Planung und Investition noch wert, wenn man von ihrem Ergebnis kaum etwas mitbekommt?

Datenlogger schließen diese Bewusstseinslücke. Sie messen PV-Produktion sowie Verbrauch und übertragen sie auf den PC, das Smartphone oder ein anderes Endgerät. Einige Solaranlagenbetreiber greifen auch zu DIY-Lösungen, freier Software, mit der sich relevante PV-Daten auslesen und zum Beispiel auf dem Tablet, auf einem elektronischen Bilderrahmen oder – besonders stromsparend – auf dem E-Reader anzeigen lassen. So werden die Vorteile der Solaranlage prominent im Haushalt dargestellt.

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4 Funktionen, die jeder moderne Datenlogger haben sollte

Eine moderne PV-Visualisierung geht heute weit über die Anzeige von Standardwerten wie Eigenproduktion, Einspeisung und Verbrauch hinaus. Mit intelligenter Software lassen sich deutlich mehr Daten in Echtzeit darstellen, Statistiken erstellen und so auch die richtigen Schlüsse für eine Optimierung der Anlage ziehen. Ein guter Datenlogger macht die Energieflüsse transparent und stellt die Daten zudem in ansprechenden und detaillierten Visualisierungen dar. Hier sind fünf Dinge, die ein moderner Datenlogger heute leisten sollte:

1.) Produktion, Einspeisung und Netzbezug beobachten

PV-Produktion, Netzeinspeisung und Netzbezug sollten auf einen Blick ersichtlich sein. Viele PV-Datalogger ermitteln auf Grundlage dieser Werte auch den aktuellen Verbrauch und stellen ihn in einem Graphen oder als absoluten Wert dar. Wofür braucht man das? Nun, die Schlüsse hieraus zieht jeder Solaranlagenbetreiber selbst. Angesichts sinkender Einspeisevergütungen setzen viele Solaranlagenbesitzer zunehmend auf Eigenstromoptimierung. Zwar gibt es inzwischen eine Vielzahl an Smart-Home-Systemen. Intelligente Waschmaschinen, die sich bei hoher Solarstromproduktion einschalten – natürlich unter Berücksichtigung der zu erwartenden Sonnenscheindauer – gibt es bisher aber nur vereinzelt und mit einigen Kompromissen. Bei den meisten Solaranlagenbetreibern beschränkt sich die Eigenstromoptimierung deshalb auf das Ablesen der PV-Visualisierung  und auf das händische Einschalten von Verbrauchern, wenn die Sonne ordentlich scheint. Mit einem Blick aus dem Fenster und auf die Wettervorhersage lässt sich die PV-Produktion zumindest einschätzen. Um Produktion und Verbrauch in Einklang zu bringen, führt jedoch kein Weg an reinen Zahlen vorbei. Zudem lassen sich bei Visualisierungen Muster erkennen, die zum Beispiel auf Verschattungen hinweisen. Wer hieraus die richtigen Konsequenzen zieht, kann seine Photovoltaikproduktion teilweise mit einfachen Mitteln erhöhen.

2.) Darstellung des Autarkiegrads

Wenn man mit Solaranlagenbetreibern über ihre Beweggründe für die Installation spricht, spielt neben geldlichen Vorteilen auch das Bedürfnis nach Autarkie eine wichtige Rolle. Gute Datenlogger ermitteln für die PV-Visualisierung deshalb auch den Autarkiegrad. Eine sinnvolle Darstellung der Unabhängigkeit ist ein prozentualer Wert vom Gesamtstromverbrauch, zum Beispiel in einem Kuchendiagramm. So sieht man auf einen Blick, wie die Solaranlage einem hilft, zunehmend noch mehr Unabhängigkeit von Energieversorgern zu erreichen.

3.) Erträge – in kWh und in Euro

Besonders motivierend ist es, wenn sich der Ertrag der Solaranlage direkt in Geldbeträgen ablesen lässt. Ein guter Datenlogger berechnet nicht nur die Produktion in kWh, sondern auch die Einspeisevergütung und die zusätzlichen Bezugskosten pro Tag und insgesamt – und das natürlich in Euro. So können Solaranlagenbetreiber unmittelbar ablesen, wie sich ihre Investition auszahlt. Davon hat auch die Familie etwas, die bisher vielleicht Zweifel an der Installation der Photovoltaikanlage hatte 😉

4.) Die Auswertung: Konstante Datenerhebung für zuverlässige Statistiken

Es ist eine Sache, alle relevanten Daten der PV-Anlage in Echtzeit und bequem ablesen zu können. Eine andere Sache ist die Analyse der gesammelten Daten. Wer Produktion, Bezug und Einspeisung händisch notiert, muss für Konstanz sorgen, um diese Daten überhaupt einmal zuverlässig auswerten zu können. Und was ist, wenn man einmal keine Zeit hat, etwa weil man unterwegs oder im Urlaub ist? Moderne Datenlogger speichern die erhobenen Daten sicher ab, sodass sie auch später noch ausgewertet werden können. So lassen sich etwa Rückschlüsse über mögliche Ertragsverluste im Laufe der Betriebsdauer der Anlage ziehen. Ausreißer weisen zuverlässig auf mögliche Probleme hin und helfen auch dem Solarteur bei der Fehlerbehebung.

Moderne Datenlogger: Energiemanagement und Visualisierung in einem

Die Vorteile und Funktionen moderner Datenlogger gehen weit über die schlichte PV-Visualisierung hinaus. Schließlich lassen sich die erhobenen Daten nicht nur zur Darstellung für das menschliche Auge nutzen, sondern auch für intelligentes und vollautomatisches Energiemanagement. Dies ist auch der Ansatz des shine Energiemanagers, der die verschiedenen Energieflüsse mit seinem selbstlernenden Algorithmus untereinander optimiert. Hier dient die Datenerhebung bei weitem nicht nur der Visualisierung und Transparenz, sondern vor allem der stetigen Optimierung für mehr Unabhängigkeit von Energieversorgern. Der Schlüssel hierzu sind die erhobenen Daten: Sie lassen sich bis ins Detail auswerten und weisen den Weg zu möglichen Verbesserungen der Effizienz – etwa mit Stromspeichern, zusätzlichen PV-Modulen oder einfachen Tipps für den Umgang mit Stromverbrauchern.