Solarbatterien sind gefragter denn je – erst letztes Jahr wurde der Fördertopf der KfW für Photovoltaik Speichersysteme vollständig ausgeschöpft. Durch die sinkenden Preise für Batterien in den vergangenen Jahren ist die Nachfrage deutlich gestiegen. Trotzdem liegen die Anschaffungskosten weiterhin im vierstelligen Bereich, die PV-Besitzer nicht ohne weiteres investieren. Zur Hilfestellung finden sich im Internet auf diversen Webseiten PV-Speicher Rechner, die bei der Entscheidung für die richtige PV-Speichergröße helfen wollen. Allerdings arbeitet ein solcher Rechner mit geschätzten und absoluten Daten und nicht mit der tatsächlichen Produktion und Verbrauch.

So nett diese kleinen Rechner sind, ihre Berechnungen bringen nicht das gewünschte Ergebnis.  Um vor dem Kauf wirklich die richtige Größe eine Solarbatterie abschätzen zu können, gibt es eine weitere Möglichkeit, die deutlich genauer arbeitet: die Batteriesimulation. Diese empfiehlt die Speicherleistung einer Batterie aufgrund von Echtzeitproduktions und -verbrauchsdaten, die über einen längeren Zeitraum ausgewertet werden.

Tatsächliche Nutzerdaten sind entscheidend

Wer mehrere Tausend Euro für ein Speichersystem ausgibt, möchte wissen, ob und wann sich die Investition lohnt. Gefragt ist deshalb eine Berechnung auf Grundlage der tatsächlichen Nutzerdaten. Nicht nur spielen hier die Auslegung der PV-Anlage sowie ihre Größe eine Rolle. Auch die Sonnenstunden und der individuelle Verbrauch von selbst produziertem Strom im Haushalt, also die Menge an Eigenstrom zum Zwischenspeichern, sollte in die Berechnung einfließen. All dies sind Daten, die Nutzer allenfalls schätzen können. Für eine gewissenhafte Planung der Solarbatterie macht ein PV-Speicher Rechner also schlicht keinen Sinn.

Was fehlt: Bereinigte Daten

Typischerweise fragen PV-Speicher Rechner nach Daten wie der Nennleistung der Photovoltaik-Anlage und dem jährlichen Stromverbrauch. Auf dieser Grundlage berechnen die Tools die optimale Speichergröße für den jeweiligen Anwendungsfall und geben eine Schätzung hinsichtlich der Amortisationszeit ab.

Wenn es um die Berechnung von Solarspeichern geht, muss neben der tatsächlichen Kapazität auch die Alterung der Batterie berücksichtigt werden. Eine Lithium-Ionen-Zelle verliert sowohl durch die Belastung beim Laden und Entladen Kapazität als auch durch die Alterung an sich. Ein Onlinerechner für Solarbatterien wird diese Kapazitätsverluste in der Regel nicht berücksichtigen. Auch geben viele Hersteller weiterhin die Nennkapazität der Batterien an. Je nach Speichertechnologie liegt die nutzbare Kapazität bei Lithium-Ionen-Zellen aber rund 15 bis 20% darunter, sodass nur 80% der angegebenen Kapazität tatsächlich verwendet werden können. Auch dies wirkt sich negativ auf die Verlässlichkeit eines PV-Speicher Rechners aus.

Simulation:
Optimale PV-Speicher Auslegung nach individuellen und tatsächlichen Daten

Eine wunderbare Lösung ist die Simulation einer Batterie auf Grundlage der tatsächlichen Nutzerdaten. Einen solchen Batteriesimulator bieten wir in Kürze allen Kunden von shineConnect Power und shineConnect. Die Batteriesimulation bietet dann die Möglichkeit, verschiedene Solarspeicher in Zusammenarbeit mit der Solaranlage zu simulieren. Dabei nehmen wir auch Rücksicht auf Umrichtverluste. Anhand einer Grafik lässt sich die optimale Größe des Speichersystems ablesen. Zudem berechnet die Simulation die zu erwartenden Ersparnisse durch den Einsatz eines PV-Speichers auf den Euro genau. So liefert der Batteriesimulator reale Daten, ob, wann und welcher Batteriespeicher sich lohnt und welchen Beitrag er zur Eigenstromoptimierung liefert.

Hier findet ihr bereits eine kleine Vorschau auf unseren Batteriesimulator. Dieser Screenshot zeigt eine vorläufige Version. Einige Änderungen können bis zur finalen Version noch vorgenommen werden.

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