Viele PV-Besitzer profitieren nur noch wenige Jahre von der Einspeisevergütung. Danach gilt es, möglichst viel vom eigenen Solarstrom selbst zu verbrauchen. Auch wer heute eine neue Anlage installiert, kann mit 12 ct pro eingespeister Kilowattstunde keine großen Renditen mehr erwarten. In diesem Zusammenhang rückt plötzlich eine Lösung in den Fokus, die aufgrund der hohen Einspeisevergütung lange Zeit kaum ein Thema war: Heizen mit Solarstrom. Das System lässt sich in den meisten Haushalten erstaunlich einfach einrichten.

Was sind die Voraussetzungen für einen PV-Heizstab?

Das Prinzip von Power-to-Heat ist simpel: Ein PV-Heizstab wird in den Pufferspeicher eingeschraubt. Überschüssiger Solarstrom wird in den Heizstab geleitet und erhitzt so das Wasser. Hiermit kann nun geheizt werden. Die Technik hat zwei große Vorteile: Sie ist günstig und leicht zu installieren.

Alles, was wir zum Heizen mit Solarstrom brauchen, ist ein Pufferspeicher mit einem 1,5 Zoll großen Anschluss. Hier wird der PV-Heizstab eingeschraubt. In der Regel befindet sich der Anschluss in der Mitte des Pufferspeichers. Einige Modelle haben den Anschluss auch unten oder verfügen über mehrere Anschlüsse für mehr als einen PV-Heizstab. Die Installation mag auf den ersten Blick auch für Laien durchführbar sein. Da die Verbindung des Heizstabs mit der Relaisbox aber Arbeiten mit verschiedenen Phasen beinhaltet, darf und sollte sie nur von einer Elektrofachkraft oder vom Installateur durchgeführt werden. Diese erledigen dies meist bei einem kurzen Besuch.

Installation des PV-Heizstabs mit dem shine Energiemanager

Heizen mit Solarstrom dank intelligentem Energiemanagement

Angesichts der hohen Preise für Strom vom Netz wäre es wirtschaftlicher Irrsinn, den teuer eingekauften Strom zu verheizen. Eine Steuerung muss her. Dies übernehmen Energiemanagementsysteme wie der shine Energiemanager. Sie überwachen die PV-Produktion und verteilen den überschüssigen Solarstrom automatisch auf die angeschlossenen Verbraucher. Dies kann sowohl der PV-Heizstab als auch eine zusätzlich installierte Solarbatterie sein. So können wir sichergehen, dass nur der günstige Solarstrom zum Heizen verwendet wird. Hinzu kommt ein weiterer großer Vorteil: Durch die intelligente Steuerung wird die 70-Prozent-Regel umgangen. Statt bei 70% der Nennleistung der PV-Anlage abzuregeln, summiert der Energiemanager automatisch alle aktuellen Verbrauche im Haushalt inklusive dem PV-Heizstab. Der Bedarf wird nun dynamisch berechnet und die „harte“ Abregelung am Wechselrichter umgangen. Auf diese Weise kann ein Maximum der tatsächlich zur Verfügung stehenden Energie genutzt werden. Am Netzanschluss kommen dennoch maximal die erlaubten 70% der Nennleistung an. Wenn die Solaranlage also bei idealen Bedingungen 90% ihrer Leistung ausschöpfen könnte, führt der Energiemanager dem Heizstab automatisch die Differenz, also 20%, hinzu, statt die Leistung am Wechselrichter pauschal bei 70% abzuregeln.

Einfache Installation und jederzeit erweiterbar

Wer eine schnelle und günstige Lösung zum Heizen mit Solarstrom sucht, ist mit einem PV-Heizstab gut bedient. Das System ist zudem wartungsarm und lässt sich modular erweitern. Auch die Kombination mit einer Wärmepumpe oder mit einer Solarbatterie ist möglich, um den Eigenverbrauchsgrad noch weiter zu erhöhen. In Kombination sind somit Eigenverbrauchsquoten von über 80% möglich.