Ein PV-Heizstab ist der einfachste Weg, Solarstrom zum Heizen zu verwenden. Der Heizstab funktioniert wie ein Tauchsieder, der in den Pufferspeicher eingebaut wird. Dort unterstützt er die Heizung beim Erwärmen des Heizungs- und Brauchwassers. Aber wie stellen wir sicher, dass kein teurer Strom vom Netz zum Heizen verwendet wird?

Hierfür brauchen wir eine intelligente Steuerung. In naher Zukunft ist die Frage nicht mehr, wie wir möglichst viel Energie sparen, sondern wie wir die verfügbare Energie möglichst sinnvoll einsetzen. Das ist Energieeffizienz. Energiemanagementsysteme wie der shine Energiemanager spielen hierbei die Hauptrolle. Sie managen die uns zu Verfügung stehende Energie so, dass sie jederzeit möglichst sinnvoll eingesetzt wird. Hierzu gehört auch, Solarstrom bei Bedarf und bei ausreichender Verfügbarkeit zum Heizen zu verwenden, um erstens den Verbrauch von fossilen Energieträgern zu senken und zweitens Heizkosten zu sparen.

Jede Kilowattstunde, die selbst verbraucht wird, spart bares Geld

Das Thema Eigenverbrauch wurde nur deshalb viele Jahre stiefmütterlich behandelt, weil die Einspeisevergütung hohe Renditen garantierte. Jede nicht genutzte Kilowattstunde aus der Solaranlage wurde eingespeist und mitunter über dem Preis für normalen Haushaltsstrom vergütet. In diesem Szenario ist das Heizen mit Solar-Energie wirtschaftlicher Unsinn. Doch mit dem Ende der Einspeisevergütung und bei steigenden Heizölpreisen macht das Heizen mit PV-Heizstab plötzlich auch wirtschaftlich Sinn. Energiemanagementsysteme stehen bereit, um die bedarfsgerechte Steuerung der Energieflüsse im Haushalt zu übernehmen. Wie wichtig dies ist, zeigt ein Vergleich des Verhältnisses zwischen Brennwert und Kosten bei Heizöl und Strom:

  • 1 l Heizöl erreicht (je nach Heizung) einen Brennwert von rund 10 kWh. Dabei kostet der Liter Heizöl heute ungefähr 6 ct.
  • Eine Kilowattstunde Strom kostet im Durchschnitt 28 ct.

Der Unterschied ist also enorm. Jede vom Stromanbieter eingekaufte Kilowattstunde, die in die Heizung wandert, ist ein wirtschaftlicher Verlust. Wie stellt der Energiemanager sicher, dass nur der günstige Solarstrom zum Heizen verwendet wird?

 

 

Intelligente Heizstabsteuerung mit dem shine Energiemanager

Der shine Energiemanager überwacht die Stromproduktion der Solaranlage, den Stromverbrauch im Haushalt sowie den Strombezug vom Netz. Alle wichtigen Daten über den Stromhaushalt fließen im Energiemanager zusammen. Dort werden sie überwacht und analysiert. Die Ergebnisse stellt der Energiemanager in übersichtlichen Visualisierungen dar, sodass der Nutzer jederzeit den Überblick über alle Stromflüsse im Haushalt hat. Gleichzeitig kann der shine Energiemanager selbst in die Steuerung des Stromflusses eingreifen. Bei hoher Produktion leitet er den Solarstrom in den Heizstab oder in eine Solarbatterie. Der PV-Heizstab ist über eine Relaisbox mit dem Energiemanager verbunden und lässt sich in drei Stufen regeln. Auf diese Weise nimmt er stets nur die Wattzahl ab, die auch wirklich als Überschuss zur Verfügung steht. Überschüssiger PV-Strom, der sonst ins Netz eingespeist würde, wird nun zur Unterstützung der Heizung verwendet.

Somit hilft der PV-Heizstab nicht nur, Heizkosten zu sparen, sondern agiert im Haushalt auch als Energiespeicher und damit als Alternative oder Ergänzung zu einer Solarbatterie. Denn der Warmwasserspeicher eignet sich ausgezeichnet als Speicher für überschüssige Energie. So kann der zu Spitzenzeiten produzierte Solarstrom in Form von Warmwasser zwischengespeichert und abends etwa zum Heizen verwendet werden. Neben den Heizkosten lassen sich so auch die Kosten für zugekauften Strom vom Netz verringern. Das Ergebnis ist ein höherer Eigenverbrauch und Autarkiegrad bei vergleichsweise geringen Investitionen. Mehr Infos zum Energiemanagement der Zukunft gibt es in diesem Beitrag. Die Ergebnisse eines Feldversuchs der PV-Heizstablösung mit dem Institut für Wärme- und Öltechnik (IWO) könnt ihr euch hier anschauen.