Wie künstliche Intelligenz das Energiemanagement revolutioniert

Im Laufe der Jahre entwickelte sich Smart-Home zu einer Art Buzzword für vieles, was man sich an Geräten ins Haus holen konnte. Dabei beschreibt der Begriff ziemlich genau, worum es eigentlich geht: Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und andere Geräte im Haus sind immer weniger auf Eingaben von Menschen angewiesen, sondern funktionieren „vollautomatisch“. Das wahrscheinlich einfachste Beispiel für Smart-Home ist eine Lampe, die sich beim Betreten des Raums automatisch einschaltet. Das ist sicherlich eine „smarte“ Anwendung, wirklich intelligent ist die Technologie dahinter aber nicht. Sie besteht aus einem Bewegungssensor, der Lampe selbst und einer Zeitsteuerung, die der Lampe sagt, in welchem Zeitraum sie auf Bewegungen reagieren soll und in welchem nicht. mehr lesen…

So reagiert man auf Preiserhöhungen für Strom

Zwischen 2006 und 2016 ist der Strompreis von durchschnittlich 18,93 auf 29,80 ct/kWh gestiegen. Preiserhöhungen für Strom sind üblich, hängen entweder mit gestiegenen Beschaffungskosten zusammen oder sind reine Taktik der Stromversorger. Denn viele Stromversorger locken neue Kunden mit einem günstigen ersten Jahr, um den Preis schon im zweiten Jahr zu erhöhen. Verbraucher müssen das nicht hinnehmen – sofern sie mitbekommen, dass der Preis erhöht wird. Wir erklären, wie man Preiserhöhungen des Energieversorgers entdeckt und richtig darauf reagiert. mehr lesen…

So helfen uns künstliche Intelligenz und Machine Learning bei der Energiewende

Die größte Herausforderung bei der Umsetzung der Energiewende ist das Zusammenspiel von Produktion, Verbrauch und Speicherung. Das Stromnetz muss intelligent werden, Produzenten, Konsumenten und Speicher miteinander verbinden, um die erforderliche Energie immer genau dann bereitzustellen, wenn sie gebraucht wird. Künstliche Intelligenz wird es möglich machen. mehr lesen…

Künstliche Intelligenz: Machine Learning, Deep Learning, Neuronale Netze

Künstliche Intelligenz, Machine Learning, neuronale Netze – klingt wie Science-Fiction, ist es aber nicht. 2016 und 2017 waren die Jahre der künstlichen Intelligenz. Die ersten Alltagsanwendungen hatten ihren Durchbruch und auch in der politischen Debatte kam das Thema erstmals voll an – leider vor allem eher negativ. Dabei bietet künstliche Intelligenz große Chancen, weil sie erstens Aufgaben übernehmen kann, die bisher von Menschen erledigt werden mussten, und weil sie zweitens das Potenzial bietet, Erkenntnisse und darauf beruhende Entscheidungen schneller zu treffen, als Menschen es könnten. Gerade in der Energiebranche ist künstliche Intelligenz eine der Technologien, die uns einen großen Schritt näher an unsere Vision von effizienter und dezentraler Energieversorgungen bringen wird. Zeit also, sich mit dem Thema etwas genauer zu beschäftigen. mehr lesen…

Dezentrale Energieversorgung: Solaranlagen auf dem Balkon

Sich mit erneuerbaren Energien unabhängig vom Stromversorger machen – dieser Wunsch steht bei vielen Menschen ganz weit oben. Allerdings ist gerade in Deutschland die Eigenheimquote besonders niedrig. Die mit Abstand meisten Menschen leben nicht unter ihrem eigenen Dach, sondern teilen es sich als Mieter mit mehreren Parteien. Eine Solaranlage für den Balkon soll es auch ihnen ermöglichen, an der Energiewende teilzuhaben. Aber was taugen die Lösungen und sind sie überhaupt erlaubt? mehr lesen…

Das Geschäftsmodell von Vergleichsportalen

Jeder kennt sie aus der Werbung oder nutzt sie selbst – Preisvergleichsportale boomen seit Jahren und versprechen dem Kunden den günstigsten Preis. Mittlerweile lässt sich von Strom, DSL, Handyverträgen, Flügen und ganzen Reisen alles online vergleichen. Der Markt um Neukunden unter den Stromanbietern ist hart umkämpft. Vergleichsportale werben mit Neukundenboni und extra günstigen Tarifen. Aber ob die Portale halten was sie versprechen – nämlich die Empfehlung des günstigsten Angebots?

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Mieterstrom: Eine Chance auf Energiewende für alle

Der Begriff Mieterstrom ist zurzeit in aller Munde. Mit dem jüngst beschlossenen Gesetz werden klarere Strukturen geschaffen und viele sehen in Mieterstrommodellen ein großes Potential. Besonders interessant ist Mieterstrom, weil Mieter nun auch eingebunden werden in die Energiewende für alle. Schließlich lebt ein Großteil der Deutschen nicht im Eigenheim, sondern in einer Mietwohnung. Das aktuelle Mieterstrom-Potential umfasst rund 3,8 Mio. Wohnungen in Deutschland, so eine vom Bundensumweltministerium in Auftrag gegebene Analyse.

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Darum zahlst Du zu viel für Deinen Strom

Noch immer beziehen rund 1/3 der Haushalte in Deutschland Strom durch ihren Grundversorger – dem teuersten Tarif und zahlen damit zu viel für Strom. So garantieren sie den Stromversorgern eine nette und sichere Einnahmequelle. Doch nicht nur der Grundversorger ist teuer, auch andere Stromtarife liegen deutlich über dem aktuellen Durchschnittspreis. Aber warum?

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Der erste Schritt zur Unabhängigkeit: Den Stromanbieter wechseln

Im Durchschnitt hat jeder Stromkunde die Wahl aus 90 verschiedenen Stromtarifen. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 1.100 Stromanbieter, die zusammen 13.000 verschiedene Tarife anbieten. Darunter sind sowohl Stadtwerke mit Grundversorgertarifen als auch alternative Angebote, zum Beispiel für Ökostrom. Die Auswahl ist also riesig. Trotzdem sind Stromkunden in Deutschland ziemlich wechselfaul: Nur 40% der Stromkunden haben in den vergangenen vier Jahren ihren Anbieter gewechselt. Dabei bietet der Strommarkt nach 19 Jahren Liberalisierung für jeden Bedarf das passende Angebot. Stromkunden können heute leichter denn je ihren ersten Schritt in Richtung Unabhängigkeit machen: Bereits der Wechsel des Anbieters hin zu einem Ökostromtarif ist eine Art der Emanzipation von der Energiebranche. mehr lesen…

Der entscheidende Unterschied zwischen Eigenverbrauch und Autarkie

Je höher der Eigenverbrauch von Solarstrom, desto größer die Unabhängigkeit. Und das ist in Zeiten einer sinkenden Einspeisevergütung schließlich das wichtigste Ziel. Alles dreht sich um die Frage, wie man seinen Autarkiegrad erhöht, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen. Ständig ist dabei die Rede von der Eigenverbrauchsquote und dem Autarkiegrad. Aber was ist das eigentlich und worin liegt der Unterschied zwischen beidem? mehr lesen…

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie sich euer Strompreis zusammensetzt und woher die ständigen Preiserhöhungen für Strom kommen? Die wenigsten Stromkunden beschäftigen sich aktiv mit ihrem Tarif, aber wer sich nicht auskennt, lässt sich leicht einen zu teuren Tarif aufschwatzen. Auch die Folgen politischer Entscheidungen entgehen einem, wenn man nicht wenigstens zwischendurch ein Auge auf die Preisstruktur wirft. Wir helfen euch, den Durchblick zu behalten, und erklären, woraus sich der Strompreis für Haushaltskunden in Deutschland zusammensetzt.

Nur ein Viertel für Stromproduktion – der Rest sind Gebühren und Abgaben

2016 bezahlten Stromkunden in Deutschland für die Kilowattstunde (kWh) Strom im Durchschnitt 28,7 Cent. Die Grundlage dieser Berechnung ist ein jährlicher Stromverbrauch von 3.500 kWh. Dies ist selbstverständlich ein Mittelwert. Es gibt also Tarife, bei denen Verbraucher mehr bezahlen, aber auch solche, bei denen man weitaus günstiger davonkommt. Hinzu kommt bei den meisten Tarifen die Grundgebühr. Aber wohin fließt das Geld und wie finanzieren sich die Stromanbieter selbst?

 

Zusammensetzung des Strompreises in Deutschland

Zusammensetzung des Strompreises in Deutschland

 

Ein Großteil des Preises entfällt nicht etwa auf die Produktion, sondern auf Gebühren und Abgaben, hat mit der Produktion und dem Vertrieb von Energie also erst einmal nichts zu tun. Der Staat langt hier kräftig zu, unter anderem für Umlagen für Solar- und KWK-Strom. Wer eine entsprechende Anlage besitzt, kann sich glücklich schätzen und hiervon wiederum profitieren. Auch auf die Netzentgelte entfällt ein großer Teil des schlussendlichen Strompreises für Haushaltskunden. In 2016 waren dies ganze 20,5% des gesamten Strompreises. Sie fallen für die Nutzung des Übertragungsnetzes an, also für die großen Überlandleitungen sowie für die Leitungen in den Städten und die Anschlüsse der Kunden. Dieses Entgelt verbleibt allerdings nicht bei eurem Stromanbieter, sondern wird an den entsprechenden Empfänger durchgereicht. So müssen unabhängige Stromversorger, die keine eigenen Netze betreiben, dieses Netzentgelt an die Netzbetreiber bezahlen. Diese wiederum dürfen davon nur einen gesetzlich festgelegten Teil als Gewinn einbehalten. Trotzdem sind die Netzentgelte der zweitgrößte Bestandteil am letztendlichen Strompreis. Aber wie finanziert sich dann euer Stromanbieter, also das Unternehmen, an das ihr eure monatliche Stromrechnung zahlt?

Auf die Energieproduktion, die Verteilung und die Gewinnmarge der Stromanbieter entfielen 2016 nur rund 7 Cent pro kWh. Dies ist zwar die größte Position, allerdings nur ein Fünftel des gesamten Strompreises. Der Rest sind Gebühren, Entgelte, Steuern und Umlagen. Von diesen sieben Cent leben sowohl die Energieerzeuger, also die Betreiber der Kraftwerke, als auch die Stromanbieter, bei denen ihr euren Strom einkauft.

Woher kommen die Preiserhöhungen für Strom?

Neben dem Staat, der die Höhe der verschiedenen Umlagen und Steuern festlegt, haben vor allem Rohstoffpreise und die Gewinnabsichten der an der Energieversorgung beteiligten Unternehmen Einfluss auf den Strompreis. Zunehmend spielt auch das Wetter eine entscheidende Rolle: je mehr Wind, desto größer ist das Angebot an grüner Energie und das drückt letztlich den Preis an der Strombörse. Ähnliches gilt für Solarstrom. Ihr seht also, es ist kompliziert. Wie kann man da als Verbraucher den Durchblick behalten?

Der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat auf seiner Seite alle relevanten Daten zum Strom- und Gaspreis inklusive Grafiken gesammelt. Hier findet ihr alle Informationen, von der Energieerzeugung über den Vertrieb bis zur Nutzung durch Privathaushalte und gewerbliche Abnehmer. Wer wissen möchte, wie es in Deutschland um erneuerbare Energien steht, wird hier ebenfalls schlau.

Wie Solarstrom das Armutsproblem lösen kann

Eine fehlende Energieversorgung und Armut stehen in einem engen Zusammenhang. Dies haben wir im ersten Teil beschrieben. Dort, wo Energie nicht oder nur unzureichend verfügbar ist, müssen Menschen mit der eigenen Muskelkraft oder der von Nutztieren auskommen. Die Chancen, der Armut zu entkommen, stehen schlecht. Doch das könnte sich bald ändern. Denn gerade in der Umsetzung einer dezentralen und ökologischen Versorgungsstruktur sind Länder im Vorteil, die bisher keine flächendeckende Stromversorgung sicherstellen konnten. Hinzu kommen die weiterhin stark sinkenden Preise für erneuerbare Energien.

Die Preise für Solarstrom fallen

Bis 2012 waren die meisten Prognosen davon überzeugt, dass die Stromgestehungskosten von Solarstrom in der Zukunft bei über 20 Cent pro Kilowattstunde bleiben würden. Entgegen dieser Voraussagen sind die Produktionskosten seither allerdings deutlich gefallen. Mittlerweile gehen Experten wie das Frauenhofer Institut für solare Energiesysteme (ISE) davon aus, dass Solarenergie in Zukunft in vielen Regionen der Welt die günstigste Form der Elektrizität sein wird. Im Forschungsradar sind mehrere Studien zusammengeführt, nach denen die Stromgestehungskosten bis 2030 auf 6 bis 14 ct/kWh sinken werden.

Sauberer Strom ist in Zukunft also sehr günstig zu haben, was insbesondere für sonnenintensive Regionen wie Afrika südlich der Sahara große Chancen bietet. Allein hier leben 620 Millionen Menschen ohne zuverlässige Energieversorgung – fast die Hälfte aller Menschen weltweit, die keinen Zugang zu Energie haben.

Für eine Energieversorgung fehlte es bisher an Infrastruktur

Dass die Stromgestehungskosten in den nächsten Jahren weiter sinken werden, scheint das Elektrizitätsproblem auf den ersten Blick leicht zu beheben. Doch neben den Anlagen zur Stromproduktion muss auch für die Verteilung eine stabile Infrastruktur aufgebaut werden. In vielen Regionen, in denen es zwar Elektrizität gibt, ist sie bis heute jedoch nur unzuverlässig verfügbar. Schätzungen aus 2012 sehen die Gesamtkosten für Back-up-Generatoren zur Sicherung der Stromversorgung bei 5 Milliarden US-Dollar jährlich. Nicht nur ist das Risiko einer Versorgungslücke also groß, auch die Kosten sind enorm. Beheben ließe sich dies nur durch den Ausbau der gesamten Netzinfrastruktur nach dem Vorbild der Industrieländer. Hier ist die Versorgungsstruktur allerdings über Jahrzehnte mit den Anforderungen an das Netz gewachsen. In vielen Ländern ohne zuverlässige Energieversorgung ist nicht hauptsächlich das fehlende Geld der Grund, dass kein flächendeckendes und zuverlässiges Stromnetz errichtet wurde, sondern Misswirtschaft. Millionen Menschen sind hier bei der Energieversorgung auf sich allein gestellt, weil ihre Regierungen die notwendigen Maßnahmen nie ergriffen haben. Gerade auf dem Land ist kein Verlass auf die staatliche Strukturen, weil diese etwa in immer wieder aufflammenden Kriegen verharren. Hier können erneuerbare Energien das Mittel der Wahl zur Selbsthilfe sein.

Off-Grid-Lösungen funktionieren auch an abgelegenen Orten

Doch selbst wenn das Netz in den Städten der Dritten Welt ausgebaut und verbessert würde, blieben abgeschiedene Dörfer in den weiterhin ohne Verbindung zum Stromnetz. Für solche Siedlungen bieten sich Off-Grid-Lösungen an. Was in unseren Breitengraden als Unabhängigkeit vom Stromversorger gefeiert wird, kann für abgeschiedene Dörfer ein Weg zur Elektrifizierung sein. Im Vergleich zu den hohen Kosten für den Bau von Trassen sind kleine unabhängige Stromnetze die kostengünstigere Alternative. Außerdem sind sie schneller installiert als komplexe Kraftwerke und der dazugehörige Netzausbau. Die Installation eines Mininetzes dauert Schätzungen zufolge ca. 1 Jahr, Lösungen für einen Haushalt sind in etwa 4-5 Wochen betriebsbereit.

Offene Potentiale

Erneuerbare Energien bieten also ein großes Potential zur Reduzierung der (Energie-)Armut in der Welt. Die Produktion wird billiger, gleichzeitig wird die Umwelt durch sie nicht verschmutzt und Mini-Grids können abgelegenen Siedlungen die Elektrifizierung ermöglichen. Zumindest kleine Lösungen, die die grundlegenden Bedürfnisse an Energie zum Kochen, Heizen und für kleine elektronische Anwendungen, ermöglichen, können auch ohne große Investitionen im industriellen Maßstab durchgeführt werden.